Samstag, 19. November 2011 erkundeten Grundschüler mit ihren Eltern und Geschwistern das Gymnasium Am Turmhof!
Yvonne, eine von mindestens 110 Viertklässlern beim Besuch des GAT am Samstag, ist hochkonzentriert, als sie versucht, ein mit einem Bierdeckel zugedecktes und mit Wasser bis zum Rand gefülltes Glas umzudrehen – ohne, dass Wasser austritt. Allerdings will es nicht so recht klappen. Auch ihre Freundinnen haben keinen Erfolg. Und doch: „Ich mag gerne experimentieren, so wie hier in Erdkunde“, verkündet Lara aus der Mechernicher Grundschule. Auch Vivianne aus Kommern ist hin und her gerissen zwischen Ehrfurcht und Optimismus: „Hier ist es größer als an der alten Schule, aber wenn man sich auskennt, geht es bestimmt.“ „Vor allem, weil an den Türen steht, was da ist“, ergänzt die Vierte im Bunde, Hannah Maria.
Und schon fragen sie nach dem schnellsten Weg zur Biologie; da soll es auch ganz viel zu entdecken geben.
Doch nicht nur die naturwissenschaftlichen Fachschaften verstanden es, die Grundschüler zu begeistern und zum Mitmachen anzuregen sowie deren Eltern einen fundierten Einblick in Tätigkeiten, Philosophie und Atmosphäre des Gymnasiums zu geben. Ob in Probestunden, durch Ausstellung bisheriger Projekte und Ergebnisse oder in Gesprächen – Lehrer wie Eltern und Schüler des GAT zeigten die Vielfalt und Lebendigkeit des Schulalltags an ihrer Schule.
Damit entstand ein Bild, das in dem Begrüßungslied des Chors der Klassen 5c und 5d unter der Leitung von Vlada Koll vorgezeichnet wurde: Dort wurde die Bedeutung des Klassenkameraden besungen, der einem Mathe erklärt, während man ihm selbst bei der Grammatik weiterhilft, mit dem man viel Spaß hat und der zum echten Freund – auch über die Schulzeit hinaus – werden kann. Kurzum: Es geht um ein fruchtbares, angenehmes Miteinander. „Es wäre eine Überlegung wert, dieses Lied zu unserer Hymne zu erklären“, sinnierte Schulleiter Josef van de Gey in seiner Ansprache zur Begrüßung der Gäste, weil es so gut zum Anliegen der Schulgemeinschaft am GAT passe.
Und mit Verweis auf das herausragende Abschneiden des letzten Jahrgangs beim Abitur versicherte er: „Seien Sie gewiss: Das GAT hat einen Weg gefunden, die sich wandelnden Bedürfnisse von Kindern und Familien mit den Forderungen nach guter Bildung in Einklang zu bringen.“
Und kann es bessere Beweise dafür geben als Kollegen, die aus dem Unterricht kommen und sagen: „Hat Spaß gemacht. Die Kinder haben gut mitgemacht.“? So wie es Kirsten Welsch nach ihrer Musik-Vorzeigestunde erging. Oder Schüler wir Eric Brendt (Stufe 11) und Mike Jansen (Stufe 13), die bei der Fütterung von Chamäleon bzw. Vogelspinne durchaus auch unterhaltsam mit detailliertem Fachwissen glänzten. Oder Eltern wie Heidi Jansen, die erklärte: „Von meiner Seite aus kann meine Tochter Jaqueline, wenn die Empfehlung stimmt, hierher kommen. Mein Bruder war auch schon hier. Aber natürlich muss es ihr auch gefallen.“ Die Empfehlung kommt erst im Dezember, bisher liegen Jaquelines Leistungen im guten Bereich und ganz abgeneigt schien sie in ihrer Schüchternheit nicht zu sein.... und es gab ja noch viel zu erkunden: Lehrer „stapeln“ bei ‚Mathematik zum Anfassen’ (Berechnung von Körpergrößen mit Hilfe von Pappmaschee-Quadern, die während der Projektwoche vor den Herbstferien erstellt worden waren), den Sprachassistenten und britisches Teegebäck in the English corner, das Fingertheater (selbstgebastelte Schuhkartonszenen), chinesische Kalligraphie zum Selbsterproben, den Computerraum, Zitronenbatterien in der Chemie sowie Trampolinspringen in der Turnhalle und und und. Das sollte überzeugen!
Schulleitung, Lehrer und Schüler am GAT freuen sich schon darauf, die Grundschüler wie Jaqueline, Vivianne, Lara, Yvonne und Hannah Maria ab dem kommenden Schuljahr begrüßen und in die Schulgemeinschaft aufnehmen zu können.
Anke Sandschneider
Weitere Berichte zum Tag der offenen Tür 2011 finden Sie auch in unserem
"Presse-Echo".
Einige Eindrücke vom Tag der offenen Tür:

